Die traurige Geschichte der Krankheit von Franz Ficza
Teil 3

Beim Nachdenken über die Geschehnisse im Inselspital fällt mir auf, dass der Chef der Neurochirurgie, Prof. R. Seiler für Franz eigentlich nicht präsent war. Mit Ausnahme des Tages, als er ihn verpasst hatte, ist mir nicht bekannt, dass er sich selbst um Franz gekümmert hätte.

Bei prominenten Patienten sieht es offenbar anders aus. Ein später an einem Hirntumor erkrankter Schweizer TV-Star wurde von Prof. R. Seiler persönlich betreut!

Im Hinblick auf die Strahlentherapie hin hat Franz begonnen, die hochdosierten Vitamine C,E,A einzu nehmen.

Er hat seine Haare millimeterkurz geschnitten. Man sieht die grosse winkelförmige Operationsnarbe links oberhalb der Stirn, der Haarschnitt steht ihm aber gut.

Mich beschleicht zwischendurch ein mulmiges Gefühl was die Strahlentherapie betrifft.
Es handelt sich um ein routinemässiges Angebot der Mediziner mit ihrem Credo (Stahl, Strahl, Chemie), für Patienten mit dieser (offiziell) hoffnungslosen Krankheit. Später stosse ich auf Untersuchungen, welche die Überlebensdauer von zwei Patientengruppen verglichen haben. Solche, die die Bestrahlung abgelehnt- und solche, die diese erhalten haben. Das Ergebnis zeigte offenbar keine messbaren Unterschiede!

Nun, da Franz sich dafür entschlossen hat, gilt es das Beste daraus zu machen und ihm nach Möglichkeit zu helfen. Vor allem gilt es, die Verträglichkeit über das Immunsystem und seine Moral zu unterstützen.

Zwischen den Terminen 3x pro Tag im Spital organisiert er sich Leute, mit denen er sich oft zum Essen oder auf einen Drink trifft. Es braucht dafür eine strikte Zeitplanung in seiner Agenda und Treffpunkte in der Nähe der Insel.

Nun, da vom Inselspital aus keine onkologische Betreuung angeboten wurde, hoffe ich, dass wir mit Glück in Bern einen Spezialisten finden werden, der neben fachlicher Kompetenz eben auch die dringen nötigen menschlichen Qualitäten aufweist. Ich habe mit Franz oft über dieses Bedürfnis gesprochen.
Nach Gesprächen mit einer Bekannten, die mit Brustkrebs bei dem Onkologen Dr. J. Richner in Bern in Behandlung (und sehr zufrieden) ist, entschliesse ich mich an einem Samstag, diesen anzurufen. Der Telefonbeantworter in der Praxis verweist auf seine private Nummer.Ich rufe ihn also zu Hause an, er wird von draussen herein geholt ans Telefon.
Dr. Richner ist sehr nett. Ich schildere kurz Situation von Franz kurz und erkläre ihm, dass wir eine gute onkologische Betreuung in Bern suchen.Er erklärt sich bereit, Franz zu empfangen. Da dieser von meinem Vorstoss noch keine Kenntnis hat, verbleiben wir so, dass Franz sich melden wird für einen Termin.

Ich gebe dies so weiter.
Er beginnt aber, diese Kontaktnahme zu verschieben, was ich nicht verstehen kann. Erst einige Zeit später realisiere ich, dass dies offenbar aus den Gesprächen mit seiner Frau Josiane resultiert.
Denn sie reagiert reflexartig gegen jede Hilfe oder auf Abklärungen für weitere Therapien und Massnahmen ausserhalb des Inselspitals.
Auf diese Weise bringt sie Franz in Zweifel und Konflikte, ist er doch viel verletzbarer, als es gegen aussen den Anschein hat.

Mit einiger Verspätung informiere ich Prof. Hp. Ammon in Tübingen über den Verlauf der Operation, dass der zuständige Arzt nicht bereit war, ihn anzurufen und dass Franz mit den Weihrauchtabletten
begonnen hat.

Meine Recherchen gehen weiter. Da stosse ich auf ein Naturheilmittel (einen Pilz), dessen Hauptwirkstoff die Japaner konzentriert gegen Tumore einsetzen.

In Asien hat die Mykotherapie, also der Einsatz von Pilzen in der Heilkunde eine jahrtausend alte Tradition. Bei uns ist dies noch weitgehend unbekannt. Dabei stellen die Pilze eigentliche kleine Bio-Labors dar, die tausende von Wirkstoffen und Kombinationen herstellen.

Nun, dieser besagte Pilz ist bei uns seit wenigen Jahren als kulinarische Spezialität bekannt und wird hier auch gezüchtet. Es handelt sich um den japanischen Shii-take. Er hat neben seiner Antitumorwirkung ein sehr breites Wirkungsspektrum.








Bei der Strahlentherapie macht mich noch etwas stutzig: Sie wird nur von Montag bis Freitag durchgeführt wird, was jedoch der Theorie widerspricht.

Ich telefoniere in diesem Zusammenhang mit der Krebsliga in Bern, welche ja für die Interessen der Krebspatienten stehen soll und möchte gerne wissen, was diese Leute dazu sagen. Am Freitag gegen Abend ist kein Spezialist mehr erreichbar, dieser werde mich aber am Montag zurückrufen. Tatsächlich ruft mich ein Onkologe zurück und erklärt mir, dass er teilzeitig für die Krebsliga tätig sei und eine Praxis in Basel habe.
Als ich ihm meine Überlegung schildere kommt die lapidare Antwort: "Also mier hänn bi uns au no niemer iibers Wuchenändi bestraahlt...!" - Eine wirklich vielsagende und fundierte Aussage, wie ich finde... also zwecklos.
Es ist offenbar so, dass eine Reduzierung der Wirkung dieser Therapie bewusst in Kauf genommen wird, weil das Personal am Wochenende frei haben will... Un dies in einem grossen Spital, wo schliesslich in den meisten Bereichen und der Pflege sowieso über's Wochenende gearbeitet wird.

Franz wohnt nun also bei mir und wir diskutieren viel zusammen.
Er hat sich sehr gut erholt, ist äusserst optimistisch und gegen aussen wirkt er unsagbar stark. Sein Umfeld ist schwer beeindruckt. Er bekommt viele Angebote, um vorübergehend bei Leuten zu wohnen.
Gleichzeitig leidet er zunehmend unter der emotionalen Kälte seiner Frau. Er sieht seine Ehe gefährdet und wehrt sich dagegen. Die ersten 3 Wochenenden während der Strahlentherapie geht er jeweils nach Hause. Er braucht dringend wieder sein Heim, Liebe und Geborgenheit. Die Liebe der Seinen würde ihm Kraft und psychische Stabilität geben, was im Kampf gegen seine Krankheit von entscheidender Bedeutung wäre.
Sein Sohn Janosch ist 11 Jahre alt und für Franz sehr wichtig. Zwischendurch hadert er auch mit seiner Vergangenheit, in der er während Jahren viel Stress seitens seiner beruflichen Karriere
ertragen hatte. Die grossen Probleme mit den Kindern (aus der ersten Ehe seiner Frau) taten das ihre dazu.

Man muss sich vergegenwärtigen, dass eine Bestrahlung (des Kopfes) an sich schon eine ungeheure Belastung ist, unter der die meisten Patienten enorm leiden.
Es sind unzählige Termine nötig. Als erstes muss ein Abdruck des Kopfes gemacht werden um danach eine Maske aus Kunststoff herstellen zu können.
Wenn diese Maske dann fertig ist, wird mindestens ein Probelauf an der Maschine durchgeführt. Das heisst, der Kopf des zu bestrahlenden Patienten wird millimetergenau umschlossen. Liegend wird der Kopf nun mit Hilfe der Maske auf der Unterlage fixiert, der Patient muss sich nun absolut still halten. Allein damit haben viele Patienten grosse Probleme. Massiven Ängste die kommen hoch.
Da gehen einem unwillkürlich Bilder von Folterungen usw. durch den Kopf...

Bei dieser sogenannten "Hyperfraktionierten Strahlentherapie" sind dann eben drei mal pro Tag diese Termine. Das ganze Prozedere der Vorbereitungen geht jeweils 15-20 Minuten, die
Bestrahlung an sich ist dagegen sehr kurz.
Das Wissen, dass nun das eigene Gehirn als Sitz von Bewusstsein und Persönlichkeit mit einer Strahlung traktiert wird, die ihrerseits krebsauslösend ist und das Hirngewebe zerstört...
Na, man kann sich eine solche psychische Belastung kaum vorstellen.

Vorausgesagt werden Franz auch Nebenwirkungen v.a. für die zweite Hälfte der 7 wöchigen Bestraglung wie Haarausfall, Müdigkeit wegen verschlechtertem Blutbild (Schädigung der Immunabwehr) Hautreaktionen, Übelkeit, Entzündungen der Schleimhäute usw.

Er bringt durch seine positive Einstellung und die Überzeugung, dass er überleben wird, die besten Voraussetzungen mit, um die Nebenwirkungen klein zu halten.

Denn je positiver die Einstellung zu möglichen Nebenwirkungen ist, um so weniger beeinträchtigend werden sie subjektiv empfunden. Eine optimistische Grundhaltung ist der beste Verbündete für den Patienten (und den Arzt) im gemeinsamen Kampf gegen die Tumorerkrankung.

Die Wochenenden zu Hause werden zu unerträglichem Leiden für Franz. Josiane weiss nichts besseres, als in diesen 2 Tagen jeweils halbe- und ganze Nächte im Ausgang zu verbringen. Wenn sie kurz nach Hause kommt, belastet sie Franz durch ihre emotionelle Kälte. Obwohl sie ihn über längere Zeit anlügt, findet er heraus, dass seine Frau seit kurzer Zeit eine Aussenbeziehung pflegt mit einem gemeinsamen Bekannten. Franz muss auch erfahren, dass sie sogar in den Tagen um die Diagnose und seine Operation herum sich den Eskapaden mit ihrem Liebhaber gewidmet hat!
Deshalb auch hatte sie relativ wenig Zeit für Besuche im Spital. Überhaupt wird im Nachhinein einiges klarer!

Man muss beileibe kein Moralapostel sein, als dass man von einem Partner eines Patienten, den mitten im Leben eine solche Diagnose ereilt, erwarten darf, dass dieser für ihn da ist!

Statt Franz zu stützen, bringt sie es zustande, ihm bestmöglichst zu schaden, ja seinen Kampf ums Überleben mit aller Kraft zu untergraben. Sie stellt
sich offenbar sofort und bereitwillig auf die Diagnose ohne Hoffnung ein, die da heisst: "Franz wird innert kurzer Zeit von 6-9 Monaten sterben." - Sie oganisierte sich also einen neuen Mann, mit dem sie sich während diesen schwierigen Tagen für Franz flitterwochenmässig vergnügt...
Sie handelt so, als dass es ihr nicht rasch genug gehen könnte, bis Franz stirbt.
Eigentlich nützt sie ihre plötzliche (und vermeintliche) Überlegenheit für ihre eigenen Bedürfnisse
schamlos aus!

Später wird sie auch nicht davor zurückschrecken, ihren gemeinsamen Sohn Janosch auszuspielen.
Die Bekannten und Freunde kriegen das Tun von Josiane in der Halböffentlichkeit mit und begreifen oft die Welt nicht mehr.
Sie ziehen sich immer mehr von ihr zurück, was Josiane als ungerecht empfindet und sie wird zunehmend isoliert.
Ihre absolute Uneinsichtigkeit gegenüber ihrem Handeln wird für mich zu einem deutlichen Zeichen, dass sie psychisch ein Problem entwickelt. Doch entbindet diese Tatsache keineswegs von verantwortlichem Handeln.

Franz kann diese Wochenenden auf die er sich ursprünglich so gefreut hatte, nicht mehr ertragen.
Er merkt deutlich, dass sie ihm schaden und seine Energie in destruktivem Sinne verbrauchen.

Nach 2 Wochen verlegt er sein Wohnen unter der Woche von mir weg zu Bekannten und Freunden, vorwiegend aus seinem beruflichen Umfeld. Später sagt er mir, dass es für ihn auch zu einer Belastung wurde, dass sich unsere Gespräche vor allem um Tumorkrankheiten und Therapien gedreht hätten. Das ist natürlich nachvollziehbar und hat mich trotzdem geschmerzt.
Das Dilemma meiner Rolle konnte ich nicht mehr verlassen, mochte ich mir noch so viel darüber den Kopf zerbrechen. Ich habe die Verantwortung übernommen, immer weiter zu suchen, um einen Weg aus dieser Krankheit zu finden. Also immer an die Chance auf Heilung zu glauben, diesen Optimismus aufrecht zu erhalten, über alle Rückschläge hinweg.
Unser Verhältnis wurde enger als früher, hat aber die bisherige Unbeschwertheit unwiederbringlich verloren. Bei anderen Leuten konnte er diese zeitweilig wieder erleben.

Eigentlich hatte ich mir gewünscht und mir vorgestellt, dass ich gemeinsam mit Franz den Weg aus dieser Krankheit suchen würde. Doch vermutlich war es für ihn zu belastend. Deshalb hat er's mir mit einem grossen Vertrauen alleine überlassen. Dass er meine Arbeit sehr geschätzt hat, hat er gegenüber mir und Freunden immer wieder betont. Trotzdem war es für mich auch schwierig, mit
dieser Belastung und Verantwortung umzugehen. Die Versachlichung dieser Krankheit, die notwendig ist, um Schrecken und Lähmung zu überwinden und mit klarem Blick dagegen anzugehen, ist nur oberflächlich eine Hilfe zur Verarbeitung.

Als Franz nun von diesem Verhältnis von Josiane weiss und weil sie ihm klar sagt, dass sie ihn nicht mehr liebt, sieht er sich gezwungen, seiner Gesundheit zuliebe, sie aus der gemeinsamen Wohnung zu weisen.

Er bietet ihr an, ihr eine Wohnung vollständig auf seine Kosten einzurichten und ihr finanziell grosszügig einen Start zu ermöglichen. Doch Josiane schiebt den Auszug immer wieder hinaus bis Franz schliesslich merkt, dass sie entgegen ihrer Abmachung gar keine Wohnung sucht.
Dann setzt er ihr ein letztes Datum, den 30. September 1999. Später muss er feststellen, dass Josiane sein Bankkonto in den letzten Wochen (bevor er ihren Zugriff gesperrt hat) über Fr. 12'000.- für Kleiderkäufe belastet hat!
Er organisiert für Josiane eine grosse 3-Zimmer Wohnung in der Nähe der Seinigen in Unterseen. Er denkt dabei an seinen Sohn Janosch, der ihn so jederzeit und spontan wird besuchen können.

Für sich mietet er in Bern eine zweite Wohnung. Wir gehen zusammen einkaufen und er richtet sich
dort ein. Er denkt dabei an die Zeit, wenn er wieder gesund ist und arbeiten wird. Es wird für ihn weniger Stress bedeuten wird, wenn er unter der Woche in Bern bleiben kann und somit der lange Arbeitsweg vom Berner Oberland her entfällt.


Als ich Franz über den Heilpilz Shii-take informiere und ihm Unterlagen darüber zu lesen gebe, willigt er in eine tägliche Einnahme ein.

Ich suche weiter nach Quellen über den Hauptwirkstoff Lentinan, merke aber bald, dass er kaum aufzutreiben- und wenn, unsagbar teuer sein wird.


Bereits während der zweiten Hälfte seiner Strahlentherapie geht Franz zwischen den Terminen wieder ins Büro und beginnt zu arbeiten. Ich sehe das nicht gerne, verstehe jedoch, dass er nun aufgrund seiner privaten Situation dort auch eine Art Geborgenheit findet. Allerdings könnte ich mir besseres vorstellen, als sich bereits wieder mit Arbeitsthemen und ?belastungen zu befassen.

Eine Zeit lang führt Franz wohnmässig ein wahres Vagabundenleben und geniesst es bei verschiedenen Freunden und Bekannten abzusteigen. Er fährt noch nicht Auto, weil nach einer solchen Operation über eine längere Zeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass epileptische Anfälle auftreten können. Franz reist also mit Zug und Tram oder wird in Bern auch chauffiert.

Tatsächlich bleiben die Nebenwirkungen der Strahlentherapie bei Franz auch nach 5 und 6 Wochen weitgehendst aus. Ausser dem Haarverlust in der begrenzten Bestrahlungsregion treten absolut keine auf. Neben seiner guten psychischen Verfassung schreiben wir dies auch der Unterstützung des Immunsystems zu.

Ich stosse auf ein Buch des amerikanischen Arztes Carl. O. Simonton. Dort ist die in Mobilisierung der psychischen Kräfte gegen die Tumorerkrankung mit Hilfe der Visualisierung
in genau dem Sinn beschrieben, wie Franz sie seit Beginn der Strahlentherapie anwendet.

Bei Gesprächen um alternative Therapien bei Krebserkrankungen stösst man immer wieder auf die Lukas-Klinik in Arlesheim bei Basel. Dort herrscht eine ganzheitliche Betrachtungsweise, die bekannteste Therapie, die sie anwenden, ist das Mistelpräparat "Iskador", das gespritzt wird.
Franz beschliesst, unmittelbar nach der Strahlentherapie in Arlesheim eine solche Therapie zu beginnen. Wir besprechen das, ich werde den erfahrendsten Onkologen dort ausfindig machen und einen Termin für Franz organisieren. Wie ich dort anrufe, merke ich bald, dass es schwierig wird, sich nicht durch die Telefonistinnen abwimmeln zu lassen. Irgendwie schaffe ich es nach mehreren
Versuchen doch, den gewünschten Namen zu erfahren und diesen Dr. M. Lorenz durch einen Trick
selber ans Telefon zu kriegen. Er ist sehr zuvorkommend, ich fixiere einen Termin für Franz. Im Gespräch erfahre ich, dass Dr. Lorenz bereits seit einem Jahr die Iskador-Therapie mit einem Weihrauchpräparat kombiniert, mit gutem Erfolg. Diese Aussage freut mich sehr und bestätigt mich in der Annahme, dass wir auf dem richtigen Weg sind.



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Martin Ficza 19.9.01

... auf der Suche nach dem entscheidenden Wirkstoff hat man schließlich aus dem Fruchtkörper und dem Myzel des Shii-take das sogenanntes Lentinan isoliert. Es ist ein gereinigtes Polysaccharid mit sehr hohem Molekulargewicht. Es ist frei von Begleitstoffen wie Protein, Phosphor, Schwefel u. a. und besteht ausschließlich aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. In zahlreichen Tierexperimenten wies man die tumorhemmende Wirkung des Lentinan nach. Es verstärkt die Funktion verschiedener körpereigener Immunsysteme, u. a. durch die Mobilisierung der Killerzellen und anderer Schutzmechanismen. Kombiniert mit sonstigen wirksamen immunbiologischen Medikamenten, insbesondere mit Interleukin 2 (ein Lymphokin), wurden in der Tumortherapie derart gute Effekte erzielt, dass japanische Forscher von einem neuen Weg der Immuntherapie gegen Krebs sprechen. Lentinan ist inzwischen in Japan für die Behandlung verschieder Krebsleiden zugelassen. Im allgemeinen wird der Shii-take heute in Ostasien überall dort eingesetzt, wo eine geschwächte Immunfunktion als auslösender oder verstärkender Faktor einer Krankheit vorliegt.
Die biologische Wirkung ionisierender Röntgenstrahlen im Bereich therapeutischer Dosen beruht überwiegend auf der Inaktivierung von Zellen. In der Tumortherapie spielt der sog. proliferative Zelltod die größte Rolle, der mindestens eine Zellteilung voraussetzt. Dies erklärt die größere Empfindlichkeit proliferierender Gewebe gegenüber Bestrahlung, jedoch auch die typischen Latenzzeiten zwischen Bestrahlungszeitpunkt und Wirkungseintritt. Die klinische Bedeutung von Apoptose für die Strahlenwirkung ist weniger klar. Die zelluläre Strahlenwirkung wird beeinflußt durch die Zellzyklusphase, die intrazelluläre Sauerstoffkonzentration und die Reparaturkapazität der Zelle, sowie die Dosisleistung der Bestrahlung. Bei niedrigen Einzeldosen oder niedriger Dosisleistung zeigen viele kritische Normalgewebe (z.B. Lunge, Rückenmark, Niere, Herz) eine relativ bessere Erholung von initialen Strahlenschäden als die meisten Tumorzellen. Dies ist Grundlage der Fraktionierung in der Strahlentherapie mit hoher Dosisleistung (wiederholte Bestrahlung mit relativ niedrigen Einzeldosen über längere Zeit). Für die Ausschöpfung der Reparaturkapazität werden dabei in Normalgeweben einige Stunden benötigt, daraus hat sich die Regel ergeben, auch bei mehrfach täglicher Bestrahlung (Hyperfraktionierung) mindestens 6 Stunden zwischen den Fraktionen verstreichen zu lassen, um die therapeutische Breite zu wahren. Unter der Behandlung erfolgt eine beschleunigte Regeneration in proliferierenden Normalgeweben und höchstwahrscheinlich auch in vielen Tumoren (sog. Repopulierung). Insofern ist die Gesamtbehandlungszeit ein wichtiger Parameter der Tumorkontrolle und ungeplante Pausen sollten vermieden werden.
Ich besorge die erste Portion also frisch im Coop, trockne und pulverisiere sie mit dem Mörser so fein, damit er sie genau dosieren kann. Die Tagesmenge ist hoch (50ml), was einem Gewicht von 160g Frischpilzen entspricht. Er sagt, dass dieses Pulver zum Morgenessen in ein Joghurt eingerührt gut zu nehmen sei. Später mache ich den Lieferanten von Coop für diese Pilze ausfindig und kaufe grössere Mengen bereits getrockenet ein. Das Verfahren zur Herstellung der Pulvers mit dem Mörser muss ich verbessern, weil es sehr aufwendig ist und Blasen an den Handflächen gibt.
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